BARFen leicht gemacht: weiße Sprechblase

Was dürfen Hunde nicht essen und gehört auch nicht in die BARF-Ration? Informieren Sie sich hier über giftige Lebensmittel für Ihren Hund.

Weintrauben und Rosinen

Sowohl Weintrauben als auch Rosinen (und alle ähnlichen Produkte wie Korinthen, Sultaninen und Traubentrester) sind für Ihren Hund gefährlich und sollten keinesfalls gefüttert werden. Bereits geringe Mengen können zu Vergiftungen oder sogar einem Nierenversagen führen.

Ein Beispiel: Schon 10 bis 30 g Weintrauben pro Kilogramm Körpergewicht können schädlich sein. Das entspricht bei einem 7 kg schweren Hund 70 bis 210 g Weintrauben. Auch die regelmäßige Aufnahme von kleinen Mengen kann schädlich sein.

Knoblauch und Zwiebelgewächse

Einige der in Zwiebelgewächsen enthaltenen Stoffe können die roten Blutkörperchen zerstören. Das wiederum kann zu blassen Schleimhäuten, Herzrasen oder einer verstärkten Atmung führen. Allerdings wurden im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen1für frischen Knoblauch und verschiedene Zubereitungsformen antibakterielle, antimykotische, antivirale und weitere Wirkungen nachgewiesen. Darüber hinaus erwiesen sich die Schwefelverbindungen des Knoblauchs auch gegen verschiedene Wurmerkankungen beim Tier als wirksam.

Eben diese Schwefelverbindungen können bei empfindlichen Hunden nach oraler Aufnahme die Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes reizen und zu Durchfall und Erbrechen führen. Darüber hinaus kann es bei allen Hunden bei Einnahme sehr großer Mengen (mehr als 5 Gramm frischer Knoblauch/kg Körpergewicht) zu einer Blutarmut (Anämie) kommen.

Zu den Zwiebelgewächsen gehören beispielsweise:

  • Lauch
  • Bärlauch
  • Schnittlauch
  • Schalotten
  • Knoblauch

Gut zu wissen: Wenn Sie Knoblauch in Form von Pulver als Zusatz füttern und Ihr Hund von den positiven Wirkungen des Zwiebelgewächses profitieren soll, ist es wichtig, dass Sie sich an die Fütterungsempfehlung halten. Bitte wenden sich beim Ausbleiben der erhofften Wirkung an Ihren Tierarzt, um über alternative Präparate zur Unterstützung Ihres Tieres zu sprechen.

Macadamianüsse & Avocado

Bisher ist noch nicht bekannt, in welcher Dosis genau Macadamianüsse giftig für Hunde sind. Berechnungen reichen von 0,7 g bis 62 g pro Kilogramm Körpergewicht. Deshalb sollten Sie die Fütterung besser komplett vermeiden. Mögliche Symptome reichen von Fieber und Erbrechen bis hin zu Lähmungserscheinungen der Hinterbeine, die nach 24 bis 48 Stunden jedoch wieder abklingen.

Auch die Avocado kann Ihren Liebling gesundheitlich schaden: Vermutet wird, dass sie aufgrund ihres hohen Fettgehalts zu akuten Bauchspeicheldrüsenentzündungen führen kann.

Süßstoff & Koffein

Zuckerersatzstoffe wie Süßstoff aus Xylit (Birkenzucker) sind schon ab einer Menge von 0,15 g und 16 g Xylit pro Kilogram Körpergewicht giftig für Hunde. Zum Vergleich: Ein klassischer Zahnpflegekaugummi enthält ca. 0,3 g Xylit. Die Symptome sind:

  • Abgeschlagenheit
  • Bewusstlosigkeit
  • Krämpfe
  • Erbrechen
  • Nasenbluten
  • Blut im Stuhl

Weitere Anzeichen einer Unterzuckerung

  • Leberversagen

Sollten Sie Xylit als kalorienarme Zuckeralternative zum Kochen und Backen benutzen, sind diese Gerichte für Ihren Hund in jedem Fall tabu.

Ähnlich giftig für Hunde sind koffeinhaltige Lebensmittel und Getränke. Die Symptome entsprechen denen einer Vergiftung mit Schokolade. Nimmt Ihr Hund 60 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht auf, kann das bereits lebensbedrohlich sein. Tödlich wird es ab ungefähr 110 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht. Zum Vergleich: Eine Tasse Kaffee hat im Durchschnitt 60 bis 100 mg Koffein pro 100 ml.

Schokolade

Auch wenn Sie es gut meinen: Schokolade ist weder im Napf noch als kleines Leckerli für Ihren Hund geeignet. Denn während der Theobromingehalt der Schokolade für Menschen ungefährlich ist, treten bei Hunden schon ab 20 mg pro Kilogramm Körpergewicht folgende Symptome auf:

  • Unruhe
  • verstärkte Atmung
  • Herzrhythmusstörungen
  • Fieber
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Bauchschmerzen

Mengen ab 60 mg pro Kilogramm Körpergewicht können lebensbedrohlich sein. Ab einer Dosis von 120 bis 250 mg pro Kilogramm Körpergewicht spricht man von einer „tödlichen Menge“ an Theobromin. Zum Vergleich: Eine 100-Gramm-Tafel Milchschokolade enthält zwischen 160 und 210 mg Theobromin.

Besondere Anforderungen bei Aubergine, Kartoffel und Co.

Generell ist die Verfütterung von Nachtschattengewächsen wie Paprika, Tomate, Aubergine oder Kartoffeln kein Problem – ihre Zubereitung ist jedoch entscheidend. Denn Kartoffeln und Auberginen dürfen ausschließlich gekocht im Napf Ihres Hundes landen. Giftig sind sie lediglich im rohen Zustand. Der Mythos, dass Paprika und Tomaten für Tiere unbekömmlich seien, hält sich ebenfalls hartnäckig. Dabei sind es hier lediglich Blätter und Stiele, die das für Hunde giftige Solanin enthalten. Reife Tomaten und Paprika enthalten nur noch sehr wenig Solanin, weshalb Sie diese im Grunde problemlos verfüttern können.

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Quellen:
  1. Reichling, J. et al. (2016): Heilpflanzenkunde für die Veterinärpraxis, Springer-Verlag
  2. Fritz, J. (2015): Hunde barfen – Alles über Rohfütterung, Ulmer Verlag, Stuttgart

 

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